Die „Gstampa“ ist eine hinkende Bettlergestalt, welche der Volkssage zufolge als unheimliche Besucherin am 21.Dezember, dem Thomastag, durch das Villnösser Tal von Hof zu Hof zog (bis zur Jahrhundertwende). Der Thomastag stellt den Beginn der Rauhnächte dar und ist ein christlicher Weihnachtsbrauch. Dem nicht unerwünschten weihnachtlichen Besuch, von dem man sich auch fürchten wollte, wurden Krapfen auf dem Hausdach hinterlegt. Die Geschenke sollten die Geister und Verstorbenen günstig stimmen.
The Gstampa is a limping beggar who, according to folk legend, wandered from farm to farm through the Villnöss Valley on December 21, St. Thomas Day, until the turn of the century. St. Thomas Day marks the beginning of the Rauhnächte (Twelve Nights of Christmas) and is a Christian Christmas tradition. Krapfen, a sweet fried dish, would be left on the roofs of houses for this not entirely unwelcome visitor, whom people nevertheless also feared. The gifts were intended to appease spirits and the deceased.
Fink, Hans. Verzaubertes Land. Volkskult und Ahnenbrauch in Sütirol, Tyrolia Verlag, 1969.
Der Schlern, Jg. 1962, S.8, f, 198
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